Vorgeschichte

 26. November 2601 nach der alten Zeitrechnung

 Früher Nachmittag, westlich der Eisstadt Frosthain, ein verfallenes Haus in einer namenlosen, verlassenen Kleinstadt

Jan Erikson erwachte. Helles Licht fiel in sein blasses Gesicht, schützend hob er eine Hand. Für einige Augenblicke wusste er nicht mehr, wo er sich befand, doch dann erinnerte er sich. Die Stadt, die verfallene Kleinstadt zwischen Lebonara und Frosthain. Hema bat mich, hierherzukommen und die Geschichte der Lebonari niederzuschreiben.

Stöhnend erhob er sich. Sein provisorisches Nachtlager war nicht gerade bequem gewesen. Ein ziehender Schmerz im Rücken erinnerte ihn daran, dass er keine sechzehn mehr war. Er amüsierte sich bei dem Gedanken – nein, das konnte er wirklich nicht von sich behaupten, denn er stand kurz vor seinem 571. Geburtstag. Doch zog man die Jahrhunderte des Tiefschlafes ab, würde er im Januar des kommenden Jahres dreiunddreißig werden; das gefiel ihm schon besser.

 

 

 

Seine Augen gewöhnten sich schnell an das helle Tageslicht, das durch das zerstörte Fenster hereinfiel. Einst war dies ein modernes Gebäude gewesen, das über eine Klimaanlage, entspiegelte Fenster und nette Möbelstücke verfügt hatte, heute jedoch bestand es nur noch aus Mauerresten, die der Zeit widerstanden hatten. Zweifellos hatte es mit der Lage dieser ehemaligen Kleinstadt zu tun, dass überhaupt noch so viel vorhanden war. Die Gebäude hatten einst alle dicht beieinander gestanden, tief in einer Senke, und als am 21. Juni 2063 das Gesicht der Welt mit Feuer überzogen worden war, musste der Großteil der todbringenden Kraft über die kleine Stadt hinweggezogen sein. Jeder Funke Leben wurde restlos ausgelöscht, doch das Mauerwerk blieb stehen, ein trauriges Denkmal der Vergänglichkeit.

Jans Blick schweifte über verwitterte und zugewachsene Ruinen. Der Anblick erinnerte ihn an vermodernde Grabsteine auf einem vergessenen Friedhof.

Müde strich er sich durchs kurze, aschblonde Haar. Am 21. Juni 2063 lag ich noch in meiner Kryonikkapsel und hatte keine Ahnung, dass die Erbauer Lebonaras tatsächlich recht behalten würden. Sicher, ich hatte nichts mehr zu verlieren, als ich meine Entscheidung für den eisigen Schlaf traf, trotzdem konnte ich es kaum begreifen, als ich in dieser Zeitperiode erwachte. Meine Frau und meine Kinder hatten mich verlassen und sich so weit von mir zurückgezogen, dass ich sie nicht einmal mehr hätte ausfindig machen können, wenn ich es gewollt hätte. Es war meine eigene Schuld. Immerhin hatte ich sie alle so lange tyrannisiert, bis sie keinen anderen Ausweg mehr sahen, als mich zu verlassen. Seine Kiefer mahlten.

Ich hätte wenigstens meiner Frau die Wahrheit sagen müssen – ich hätte ihr sagen müssen, dass ich einen bösartigen Knochenkrebs hatte und unweigerlich sterben würde, doch das habe ich nicht. Ich wollte nicht, dass sie und meine Kinder miterleben müssen, wie ich langsam und grausam dahinscheide. Aber im Nachhinein muss ich zugeben, dass ich ihnen mit meinem Verhalten sicherlich mehr Leid zugefügt habe, als es meine Todesnachricht hätte tun können. Am Ende waren sie erleichtert, als sie mich verließen.

Ich war lange alleine … sehr lange, bis ich meine persönliche Endzeitpredigerin traf: Hema. Sie schenkte mit Hoffnung, heilte mich und legte mich in einen ungewissen Tiefschlaf. Mit der Kryoniktechnik konnte ich nur gewinnen – und wenn es nur das war: einen sanften Tod im Schlaf zu finden, statt langsam mit der Krankheit dahinzusiechen.

Aber was wurde aus dem Rest der Menschheit? Was wurde aus meiner Frau? Was wurde aus … meinen Kindern …

Der Gedanke schnürte ihm die Kehle zu. Er verbot sich, weiter darüber nachzudenken, was gewesen wäre, wenn er damals das mit Sicherheit gewusst hätte, was er heute wusste. Und über das Schicksal seiner beiden Söhne konnte und wollte er nicht hinwegkommen. Jedes Mal, wenn er darüber sinnierte, dass sie wahrscheinlich den Flammen zum Opfer gefallen waren, obwohl er überlebt hatte, zerriss es ihm das Herz.

All das, was damals vor über 500 Jahren geschehen war, hatte ihn fast den Verstand gekostet. Sein ganzes Leben lang war er ein friedliebender, kreativer Mann gewesen, der sich für das Gute in der Welt eingesetzt hatte. Dann hatten zuerst die Diagnose des Arztes und danach sein eigenes Handeln sein Leben verändert.

Wäre er ehrlich zu seiner Ehefrau gewesen, wäre sie sicherlich ohne Zögern bei ihm geblieben. Gemeinsam hätten sie den 21. Juni 2063 verbracht, und gemeinsam wären sie wohl bei der Feuerapokalypse gestorben. Doch er hatte einen anderen Weg gewählt, einen Lebensweg, der ihn von seiner Familie fort und nach Lebonara geführt hatte – nach Lebonara und zu der Liebe seines Lebens.

Er besann sich Hemas Gesichts: elfengleich, blass und anmutig, mit nachtschwarzen Haaren, die bis zum Boden reichten. In seiner Erinnerung sah er ihre sanft geschwungenen, kirschroten Lippen, die ihn anlächelten.

Ich traf sie in der schwersten Zeit meines Lebens, in der ich alleine und zum Sterben verurteilt war. Endzeitprediger gab es damals viele. Woher sie alle gekommen waren, wusste niemand, dennoch waren sie da. Hema war jedoch anders. Zwar predigte auch sie das Ende aller Tage, trotzdem bewegten ihre Worte mein Innerstes, und ihre Schönheit fesselte meinen Willen.

Mit Wehmut klopfte er sich Staub und getrocknete Blätter von der Hose. Seine Kleidung wirkte schmuddelig. Jeder konnte erkennen, dass er sie schon seit Tagen am Körper trug und darin geschlafen hatte.

Seine helle Haut und die stahlblauen Augen gaben ihm etwas Geheimnisvolles, das von der Schwermut in seinem Blick unterstrichen wurde. Er schritt zu einem krummen, provisorisch aus Trümmerstücken zusammengetragenen Tisch. Darauf lagen viele unordentlich zusammengeschobene Papiere, die alle am oberen Rand durchnummeriert waren.

Meine Aufzeichnungen über die Geschehnisse um Lebonara, dachte er und strich zärtlich über das letzte beschriebene Blatt. Die Geschichte über Tiara Mora, die Anführerin der Waldläufer, eine Geschichte über die Helden der heutigen Zeit und die wiedererwachten Tiefschläfer.

Sein Magen knurrte. Er ging zu seiner Umhängetasche und nahm einige der Lebensmittel und den Wasserschlauch heraus. Nachdem er gegessen und getrunken hatte, vertrat er sich die Beine. Erst danach setzt er sich und ergriff einen Stift.

Er stammte aus New Orleans, war Kind schwedischer Einwanderer und mit Herz und Seele Schriftsteller. Und sein Talent für die Belletristik war es nun, das gefragt war.

Wo war ich stehen geblieben? Nachdenklich rieb er sich über die Stirn und las den Text, den er in den letzten Stunden niedergeschrieben hatte. 

Tiara Mora, Anführerin der Waldläufer, entdeckte mit einigen Kriegern durch Zufall den technisch hoch entwickelten, unterirdisch liegenden Komplex Lebonara. Dort fand sie Menschen aus der Zeit vor der Feuerapokalypse, die im eisigen Tiefschlaf in Kryonikkapseln auf ihre Erweckung warteten. Jack-Maik Selbar, Sabine Felder und ich, wir drei wurden von ihr zuerst erweckt. Sie wollte uns nach Steinquell bringen, der Siedlung der Waldläufer. Doch als wir dort ankamen, war die Siedlung niedergebrannt worden. Fremdartige Tierwesen, die Ammoben, waren heimtückisch über das Dorf und seine Bewohner hergefallen.

Was bei den Waldläufern geschehen war, war auch bei den anderen vier Clans passiert: den Schleichfüchsen, den Überlieferern, den Stahlformern und den Windflüsterern – alle Siedlungen waren vernichtet worden, und die wenigen Überlebenden der Clans sammelten sich unter der Führung von Fiorella, der Oberpriesterin des Gottes Wespär.

Fiorella und Tiaras Stellvertreter Mirkon führten die Flüchtlinge nach Lebonara. Dort wachte die halbbiologische Maschine Selva über die unterirdische Anlage und bot den Flüchtlingen freudig Schutz. Kurz darauf wurden die verbliebenen Tiefschläfer erweckt, und zusammen gründeten die Menschen aus den unterschiedlichen Zeiten eine neue Gemeinschaft. Fortan nannten sie sich `die Lebonari´.

Doch vor der Erweckung setzte sich die Waldläuferin Diana mit einigen weiteren abtrünnigen Kriegern aus den fünf Clans unerlaubt ab. Sie versuchten, die Ammoben in den Ruinen Steinquells auszuspionieren, doch die Feinde entdeckten sie und überrannten ihr Lager.

Tiara Mora bekam davon nichts mit, denn sie hatte in Begleitung von Jack-Maik Selbar die Flüchtlinge bereits Wochen zuvor verlassen. Sie befand sich auf der Suche nach einer geheimnisumwitterten Frau, die genauso hieß wie die Gründerin Lebonaras: Hema.

In Hemas Gesellschaft sollte sich der Kreis der Spaltung befinden, eine Gruppierung von acht auserwählten Frauen, die besondere Gene in sich tragen und somit die Macht haben sollte, den dunklen Herrscher aufzuhalten, der hinter den Ammoben lauert und sie angeblich steuert.

Jan atmete durch. Er wusste wieder, wo er bei seiner Niederschrift stehen geblieben war. Auf den letzten Seiten der Geschichte hatte er vermehrt Details weggelassen, um dem wesentlichen Handlungsstrang besser folgen zu können. Das Ausschmücken hatte er sich für später aufgehoben, denn die Geschichte sprudelte geradezu aus ihm heraus.

Schnell setzte er die Grafitmine wieder auf ein Blatt Papier.

 

 

Kapitel 1: Vereinigungen

1. Teil: Die Geistreise

 

 6 Monate zuvor

Unbekannter Ort, unbekannte Tageszeit

 

Tiara hatte jedes Zeitgefühl verloren, da kein Tageslicht in ihr unterirdisch liegendes Zimmer fallen konnte. Sie starrte auf Jack, der schlafend auf seinem Bett lag. Das übermächtige Bedürfnis nach Schlaf schien noch eine Spätfolge der Betäubungspfeile zu sein. An den Hinterhalt, in dem sie und Jack mit vergifteten Pfeilen beschossen worden waren, erinnerte sie sich sehr genau. Sie war danach in einem unbekannten Saal erwacht, in dem sich ihr eine Fremde als Hema vorgestellt hatte. Danach waren sie und der noch bewusstlose Jack in dieses große Zimmer gebracht worden, in dem sie seitdem verweilten.

Es wurde dafür gesorgt, dass es ihnen an nichts fehlte. Es gab zwei weiche Betten, eine große Obstschale und verschiedene Fruchtsäfte, die Tiara zuvor noch nie gekostet hatte. Dennoch behagte es ihr nicht, eingesperrt zu sein, und dass sie eingesperrt waren, hatte Tiara gleich nachdem sie alleine gelassen worden waren festgestellt.

Als Jack zwischenzeitlich aufgewacht war, hatte Tiara ihm genau geschildert, was geschehen war. Sie hatte ihm auch gestanden, dass sie es erst nicht hatte glauben wollen, dass es sich bei ihrer Gastgeberin um die geheimnisumwitterte Gründerin von Lebonara handelte, doch nachdem Hema sie berührt hatte, war ihr plötzlich alles klar und deutlich vor ihrem geistigen Auge erschienen. Tiara wusste seitdem, dass es all die Jahrhunderte wahrhaftig nur eine einzige Hema geben hatte und sie nun hier mit ihren Auserwählten lebte. Und Tiara hatte sie gefunden.

Jacks Verstand war anfänglich umnebelt gewesen. Er hatte Tiaras Bericht nur mühsam folgen können und kaum eine Frage gestellt. Und so hatte es auch nicht lange gedauert, bis ihn die Müdigkeit wieder übermannt hatte. So saß Tiara seitdem auf einem gepolsterten Stuhl und starrte ihren schlafenden Begleiter an, darauf wartend, dass irgendetwas geschah.

Sie wusste nicht, ob es Tag oder Nacht war. Weder in dem Saal, in dem sie erwacht, noch in den Gängen, durch die sie geführt worden war, hatte es Fenster gegeben. Und nach einer Rückfrage an eine von Hemas Dienerinnen, die ihnen Wasser gebracht hatte, bestätigte sich Tiaras Vermutung: Alles hier war unterirdisch angelegt worden – wie Lebonara. Offensichtlich hatte Hema ein schon bewährtes System erneut verwendet und so diese Siedlung erschaffen.

Der hauptsächliche Unterschied zu Lebonara bestand darin, dass es hier keine sichtbaren Maschinen oder anderen technischen Hilfsmittel gab. Das Licht wurde von unzähligen Öllampen gespendet, und die Wände bestanden aus gemauertem Stein. Jeder Raum hatte ein Kreuzgewölbe, in dem mächtige Rippen zur Deckenmitte verliefen und damit das Gewicht der Decke auf die Wände ableiteten. Nichts erinnerte hier an den Fortschritt, den es in Lebonara an jeder Ecke zu sehen gab.

Tiaras Kopf zuckte hoch. Schritte näherten sich. Angespannt starrte sie auf die geschlossene Tür, doch niemand öffnete sie. Wer sich auch genährt hatte, er ging nur vorüber. Enttäuscht atmete Tiara kräftig durch. Sie stand auf und ließ sich auf ihr Bett fallen.

Irgendwann, Tiara war ungewollt eingeschlafen, hörte sie, wie ein Schlüssel im Schloss gedreht wurde. Innerhalb eines Herzschlages richtete sie sich auf. Jack hatte es auch gehört. Er drehte den Kopf zu ihr. Zwei unbewaffnete Männer mittleren Alters traten ein. Sie trugen schlichte Leinenhemden und Lederhosen und neigten respektvoll die Köpfe. Tiara zögerte, doch dann erwiderte sie den Gruß. Einer der Männer wies wortlos nach draußen, der andere fügte eine freundliche, aber auffordernde Geste hinzu.

Tiara und Jack wurden den Gang entlang geführt, an den sich Tiara noch gut erinnerte. Unterwegs begegneten sie verschiedenen Männern und Frauen, die allesamt ähnlich schlicht gekleidet waren und auf den ersten Blick harmlos wirkten. Dennoch gab es etwas an ihnen, das diese erste Vermutung lügen strafte. So unschuldig der erste Eindruck auch sein mochte, ihre Augen spiegelten eine durchdringende Willensstärke wider, die jedem Betrachter Furcht einflößen konnte.

 »Wölfe in Schafspelzen«, flüsterte Jack leise zu Tiara.

 Sie runzelte die Stirn. »Was meinst du damit?«

Er nickte zu den entgegenkommenden Leuten. »Das ist eine Redewendung aus meiner Zeit. Sie wird benutzt, wenn jemand gefährlich ist oder finstere Absichten hegt, diese aber durch ein harmloses Auftreten zu verschleiern versucht. Ganz nach den Motto: Traue nicht dem ersten Anschein. Sie scheinen so unschuldig, ja, sogar schutzbedürftig, doch das täuscht. Das sehe ich in ihren Augen, und wenn ich es erkenne, muss es für dich offensichtlich sein. Ich vermute, dass sie sich hier unten, wo sie keine Gefahr vermuten, ihrer Waffen entledigen und sich bewusst auf ihre inneren Werte konzentrieren. Aber ich würde meinen Hals darum verwetten, dass jeder von ihnen dort draußen ein verdammt guter Kämpfer ist.«

Tiara nickte nur. Sie sah es genauso.

Als sie in dem Saal ankamen, in dem Tiara nach dem Hinterhalt erwacht war, musterte sie mit Bedacht ihr Umfeld. Im Schatten der Säulen standen leicht gerüstete Wächter, die jeweils einen Speer in der Hand hielten und starr in eine unbekannte Ferne blickten. Schemenhaft machte Tiara auch einige Frauen in langen Gewändern aus, die so weit im Schatten standen, dass sie ihre Gesichter nicht sehen konnte.

»Riechst du das?«, fragte Jack leise. Er schnupperte in die Luft und nickte dann in die Mitte des Saals. Dort stand ein langer Tisch, auf den ein üppiges Mahl aufgetragen worden war. Tiara sah drei Teller, die mit reichlich Schmorbraten und Kartoffeln beladen waren. Zudem erkannte sie Teile eines Spanferkels auf einem silbernen Tablett sowie verschiedene Gefäße, die vermutlich Soßen enthielten. Ein geschnittener Laib Brot und eine Schale gedünstetes Gemüse standen zwischen den Tellern. Drei silberne Pokale, deren Füße geformt waren wie ineinander verschlungene, dickbäuchige Schlangen, warteten neben einer Weinkaraffe darauf, gefüllt zu werden.

Zwei Mädchen, die höchstens vierzehn Winter zählten, traten hinter Tiara und Jack ein und brachten drei weitere kleinere Teller mit geschnittenen Obststücken. Sie stellten sie zu den restlichen Köstlichkeiten und traten zurück.

»Das sieht göttlich aus«, sagte Jack sehnsüchtig. »Bei all dem Schlaf bin ich nicht zum Essen gekommen.«

Tiara ging nicht darauf ein. Sie betrachtete lieber die im Schatten verborgenen Frauen. Sie zählte sie durch und kam auf acht. Still und scheinbar teilnahmslos verweilten sie im gebührenden Abstand in einem weiten Kreis um den Tisch herum. »Sind sie dir aufgefallen?«

»Wen meinst du?«

»Die Frauen dort. Sie sind anders als jene, die uns bis jetzt hier begegnet sind.«

Jacks Aufmerksamkeit war noch auf den Tisch gerichtet. Sein Magen begann vernehmlich zu knurren. »Wieso?«

»Sieh sie dir genau an. Ihre beigefarbenen Gewänder haben den selben Farbton wie die Wände. Sie scheinen deshalb mit dem umliegenden Mauerwerk zu verschmelzen, aber das ist es nicht, was ich meine. Sie wirken wie Statuen. Reglos und desinteressiert starren sie an einen Ort, der dem unseren entrückt zu sein scheint. Dennoch wirken sie so … mächtig. Ich glaube, es handelt sich hier um die acht Auserwählten.«

Jetzt erst schaute Jack zu ihnen hin. Sein Gesicht wurde schlagartig kreideweiß. »Oh, mein Gott …«

Aufmerksam blickte sie ihn an. »Du erkennst sie wieder.« Es war keine Frage, sondern eine Feststellung.

»Unverändert. Wie verlorene Seelen, ohne Hoffnung auf Erlösung«, murmelte er vor sich hin.

Mit seiner Beschreibung hatte er ihre Gedanken ausgesprochen.

 

 

... Ende der Leseprobe ...

 

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